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Begegnung mit Gästen aus Uganda
Wenn Müll sich nützlich macht...
Unsere Gäste aus Uganda erzählen bei Workshops und Vorträgen, wie sie Abfall kreativ wiederverwerten und so die Lebensbedingungen in ihrer Heimat verbessern. Laden Sie sie jetzt in die Schule, Jugendgruppe, Pfarre... ein! Uganda

Das Abfallsystem in Österreich ist gut organisiert. Wir können uns darauf verlassen, dass die Müllabfuhr regelmäßig den Müll wegschafft. Und davon produzieren wir täglich genug: Unzählige Plastikverpackungen, Flaschen, Dosen, Papier – und auch jede Menge Nahrungsmittel, die abgelaufen sind, übrig bleiben oder uns einfach nicht schmecken. Einiges davon wird wiederverwertet, anderes landet auf Müllhalden irgendwo auf der Welt. Immer mehr Menschen entdecken aber wieder neu, was früher selbstverständlich war: Vieles muss nicht in der Mülltonne landen, wenn man nur ein bisschen kreativ ist: Alte Geräte werden gemeinsam repariert, Kleidung wird umgenäht, Obst und Gemüse, das nicht den Schönheitskriterien der Supermärkte entspricht, wird verkocht und schmeckt noch hervorragend.

Auch in Uganda beschäftigt der zunehmende Müll die Menschen. In den ländlichen Regionen wartet man oft vergeblich darauf, dass der Abfall abgeholt wird. In den schnell wachsenden Städten ist Müll allgegenwärtig und bedeutet auch eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Aber auch hier finden Menschen darauf kreative Antworten. Der Müll in den Städten, der Mist auf dem Land kann auch nützlich sein, wenn er sinnvoll verwertet wird. So können Plastikberge und Komposthaufen neue Einkommensquellen schaffen und die Ernährungssituation der Menschen verbessern.

Unsere Gäste aus Uganda, Josephine Lubyayi und Andrew Ogwal bzw. Lucian Ichodu und Francis Ssekalegga erzählen, wie sie durch nachhaltige Landwirtschaft und pädagogische Arbeit kreative Antworten auf die wachsenden Müllberge und die Umweltzerstörung gefunden haben: Von der Mini-Biogasanlage über Maisbriketts bis zu Kochtöpfen aus Metallresten...

Wir laden Sie zu einer spannenden Begegnung ein, um sich mit unseren Gästen auszutauschen, Gemeinsames zu entdecken und sich von ihrem Tatendrang und ihren Ideen inspirieren zu lassen.

Josephine Lubyayi

Josephine Lubyayi
Andrew Ogwal

Andrew Ogwal
Innsbruck: 4. - 9. April 2016
sibylle.auer@dibk.at

Wien: 11. - 16. April 2016
m.mueller-schoeffmann@edw.or.at

St. Pölten: 18. - 24. April 2016
m.spritzendorfer-ehrenhauser@kirche.at

Josephine Lubyayi ist stolz auf ihren Bauernhof, der vielen anderen in der Gegend als Modell gilt: Hier wird nichts verschwendet, vieles wiederverwertet. Der Mist ihrer Kühe versorgt durch eine Mini-Biogaslage ihre Küche mit Energie und hilft den Bananen- und Kaffeepflanzen in ihrem Garten beim Wachsen. Josephine ist eine der Bäuerinnen, die am Landwirtschaftsprogramm der Caritas Maddo in Masaka, einer Partnerorganisation von Bruder und Schwester in Not, teilnimmt. Sie ist stolz auf ihren großen Hühnerstall und die Milch, die sie täglich an die Molkerei der Caritas liefern kann. Sie freut sich aber auch über die Veränderungen in ihrer Familie, seit sie an verschiedensten Fortbildungen der Caritas teilgenommen hat. Ihr Speiseplan ist vielfältiger geworden, Entscheidungen werden nun gemeinsam getroffen und auch die Kinder beteiligen sich an der landwirtschaftlichen Arbeit.

"Halbzeit" ruft Andrew Ogwal und holt die jugendlichen FußballspielerInnen zusammen, um in einer kurzen Pause über wachsende Müllberge in ihrem Stadtteil zu diskutieren. Der Sozialarbeiter ist einer der jungen motivierten Mitarbeiter von YES (Youth Environment Service), die in der Grenzstadt Busia Antworten auf fehlendes Abfallmanagement und schlechte hygienische Bedingungen suchen. Durch starken Bevölkerungszuwachs, regen Handel und Durchreiseverkehr steht die Stadt vor besonders großen Herausforderungen. Mit originellen pädagogischen Methoden versucht YES die Menschen in den verschiedenen Stadtteilen zu mobilisieren um Abfall zu sammeln und wieder zu verwerten, Toiletten zu reinigen und verschmutzte Flächen in Gemüsegärten zu verwandeln. So entstehen aus Aluminiumresten neue Kochtöpfe, aus getrockneten Maiskolben Kohlebriketts und junge FußballspielerInnen werden zu engagierten UmweltaktivistInnen. YES ist eine Partnerorganisation der Dreikönigsaktion.

Lucian Ichodu

Lucian Ichodu
Francis Ssekalegga

Francis Ssekalegga
Linz: 4. - 9. April 2016
bettina.reiter@dioezese-linz.at

Graz: 11. - 16. April 2016
karin.mauser@welthaus.at

Klagenfurt: 18. - 24. April 2016
silvia.moedritscher@kath-kirche-kaernten.at

Lucian Ichodu trifft sich regelmäßig mit einer Gruppe von Frauen in ihrem Stadtteil, um mit ihnen über Probleme mit der städtischen Müllabfuhr zu diskutieren oder an ihren Ideen zum Recycling von Metalleresten weiterzuarbeiten. Die Sozialarbeiterin ist eine der jungen motivierten Mitarbeiterinnen von YES (Youth Environment Service), die in der Grenzstadt Busia Antworten auf fehlendes Abfallmanagement und schlechte hygienische Bedingungen suchen. Durch starken Bevölkerungszuwachs, regen Handel und Durchreiseverkehr steht die Stadt vor besonders großen Herausforderungen. Mit originellen pädagogischen Methoden versucht YES die Menschen in den verschiedenen Stadtteilen zu mobilisieren um Abfall zu sammeln und wieder zu verwerten, Toiletten zu reinigen und verschmutzte Flächen in Gemüsegärten zu verwandeln. So werden junge FußballspielerInnen engagierte UmweltaktivistInnen, aus getrockneten Maiskolben entstehen Kohlebriketts und aus Metallresten glänzende neue Kochtöpfe. YES ist eine Partnerorganisation von der Dreikönigsaktion.

Francis Ssekalegga liebt seine Arbeit mit Bäuerinnen und Bauern. Er ist Projektkoordinator eines landwirtschaftlichen Programms (LISEFAP) der Caritas Maddo in Masaka, durch das die Ernährungssicherheit und Einkommenssituation der ländlichen Bevölkerung verbessert werden sollen. Wichtig bei den Trainings, die Francis mit LandwirtInnen durchführt ist vor allem ein nachhaltiger, schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Bäuerinnen und Bauern, die Francis begleitet, verwenden den Mist ihrer Tiere als Dünger für die Bananen- und Kaffeepflanzen in ihren Gärten und bauen Mini-Biogasanlagen, die ihre Häuser mit Energie versorgen. Er leitet sie an, Müll zu trennen und organisiert Aktionstage, an denen gemeinsam Bäume gepflanzt werden. Francis unterstützt Bäuerinnen und Bauern auch dabei, Kooperativen zu gründen und landwirtschaftliche Technologien zu verbessern. Er freut sich z.B. ganz besonders über den Erfolg einer Kooperative, die nun gemeinsam eine Kaffeeschäl-und Sortieranlage eröffnen konnte.

 


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